Daten-Check: Heisse & Söhne Rome 2 im Überblick
Der Heisse & Söhne Rome 2 ist das am umfangreichsten ausgestattete Gerät unseres Vergleichs für zwei bis vier Uhren. Er bewegt zwei Automatikuhren auf getrennt steuerbaren Modulen und bietet daneben zwei Ablagefächer für Quarzuhren, Schmuck oder ein Wechselband. In diesem Daten-Check ordnen wir die Herstellerangaben ehrlich ein und sagen dir, für wen sich die opulente Ausstattung wirklich lohnt.
Heisse & Söhne ist eine deutsche Marke, die seit Jahren Uhrenbeweger und Aufbewahrung im gehobenen Einstiegssegment anbietet. Der Rome 2 steht dabei für die Idee, möglichst viel Technik und Vitrinen-Optik in ein Gerät zu packen: acht Drehzahlstufen, eine Schlafphase, ein Fingerscan-Schloss und eine mehrfarbige Beleuchtung. Wer sein Sammelstück nicht nur pflegen, sondern auch in Szene setzen will, ist hier grundsätzlich richtig.
Technisch arbeitet der Rome 2 mit acht wählbaren Stufen von 450 bis 1.500 Umdrehungen pro Tag, die du für beide Motoren getrennt festlegst. Damit deckst du vom sanft laufenden Dresswatch-Werk bis zum bewegungshungrigen Chronographen praktisch jedes gängige Automatikkaliber ab. Welche Umdrehungszahl dein konkretes Werk braucht, klärt unsere Übersicht zu den Umdrehungen pro Tag.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Kapazität | 2 Uhren plus 2 Ablagefächer |
| Umdrehungen pro Tag | 8 Stufen, 450 bis 1.500 TPD |
| Drehrichtung | links, rechts oder beidseitig, je Motor getrennt |
| Steuerung | LCD-Display, separat programmierbare Motoren |
| Ruhephase | programmierte Schlafphase von 22 bis 11 Uhr |
| Zugriffsschutz | Fingerscan-Schloss an der Glastür |
| Beleuchtung | LED plus RGB, 12-Uhr-Stoppposition |
| Stromversorgung | Netzbetrieb |
| Gewicht und Finish | rund sechs Kilogramm, Hochglanzlack |
| Redaktionswertung | 4,3 von 5 |

Heisse & Söhne Rome 2
- Acht Drehzahlstufen ab sanften 450 TPD, so fein regelt kaum ein Konkurrent
- Programmierte Schlafphase von 22 bis 11 Uhr schont Motoren und Nerven
- Fingerscan-Schloss und LED- plus RGB-Beleuchtung: Vitrinen-Charakter inklusive
- Separat programmierbare Motoren mit 12-Uhr-Stoppposition
- Mit sechs Kilogramm und Hochglanzlack eher Möbelstück als Nachttisch-Gerät
Stärken und Schwächen im Detail
Die größte Stärke des Rome 2 ist seine Regelbarkeit. Acht Drehzahlstufen ab bereits 450 Umdrehungen pro Tag sind in dieser Preisklasse selten, denn viele Konkurrenten bieten nur drei oder vier feste Programme. Dadurch findest du für empfindliche wie für hungrige Werke eine passende Einstellung, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Diese Feinabstufung ist der eigentliche Grund, warum wir das Gerät als Ausstattungs-König führen.
Auch im Alltag denkt das Gerät mit. Die programmierte Schlafphase von 22 bis 11 Uhr legt die Motoren über Nacht still, schont so die Mechanik und hält das Schlafzimmer ruhig. Die separat programmierbaren Motoren mit 12-Uhr-Stoppposition erleichtern zusätzlich das Herausnehmen, weil die Uhren dann in aufrechter Ableseposition stehen bleiben. So bleibt die Handhabung angenehm, obwohl das Gerät technisch viel kann.
Beim Zugriffsschutz geht der Rome 2 weiter als die meisten Mitbewerber. Ein Fingerscan-Schloss gibt die Glastür nur nach erkanntem Fingerabdruck frei und hält neugierige Hände im Haushalt fern. Zusammen mit der kombinierten LED- und RGB-Beleuchtung entsteht ein echter Vitrinen-Charakter, der die Uhren wirkungsvoll präsentiert. Einen zertifizierten Einbruchschutz ersetzt das dekorative Schloss allerdings nicht, es geht um Alltagsschutz und Optik.
Die Kehrseite dieser Fülle ist die Physis. Mit rund sechs Kilogramm und einem empfindlichen Hochglanzlack ist der Rome 2 eher ein repräsentatives Möbelstück als ein leichtes Nachttischgerät. Auf einem Sideboard oder in einer Kommode wirkt er souverän, auf knappem Stellplatz dominiert er dagegen den Raum. Wer schlicht und unauffällig sucht, sollte diese Präsenz vor dem Kauf einkalkulieren.
Ausstattung, Steuerung und Betrieb
Gesteuert wird der Rome 2 über ein LCD-Display, das die gewählte Stufe, die Drehrichtung und die Betriebsart übersichtlich anzeigt. Du legst je Motor eine der acht Drehzahlen sowie die Laufrichtung links, rechts oder beidseitig fest, sodass beide Uhren unabhängig voneinander laufen. Diese Einzelsteuerung ist der eigentliche Mehrwert gegenüber günstigen Geräten mit gemeinsamem Antrieb.
Mit Strom versorgt sich das Gerät über das Netzteil, ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Für den festen Standort auf Kommode oder im Regal ist das unproblematisch, für den Einsatz in einem stromlosen Tresor jedoch keine Option. Wer seine Uhren im Safe bewegen möchte, findet die passende Kombination im Vergleich der Uhrensafes mit Uhrenbeweger. Für den Wohnraum spielt dieser Punkt dagegen keine Rolle.
Für wen eignet sich der Heisse & Söhne Rome 2?
Der Rome 2 ist die richtige Wahl für Sammler, die zwei unterschiedliche Automatikuhren besitzen und jede exakt versorgen wollen. Weil beide Motoren getrennt einstellbar sind, bekommt die zurückhaltende Dresswatch ihre sanften Umdrehungen und der Taucher seine kräftigere Dosis. Wer zusätzlich Wert auf Präsentation und einen Hauch Luxus legt, wird an der Vitrinen-Optik dauerhaft Freude haben.
Weniger passend ist das Gerät, wenn du ein leichtes, dezentes Modell für den Nachttisch suchst oder deine Uhren im Safe bewegen willst. Auch wer nur zwei baugleiche Standardwerke besitzt, nutzt die acht Stufen kaum aus und fährt mit einem schlichteren Zweier günstiger. Ob sich ein Beweger für dich überhaupt lohnt, klärt ehrlich unser Ratgeber Braucht meine Uhr einen Uhrenbeweger?.
Als Geschenk für einen Uhrenliebhaber macht der Rome 2 dagegen viel her, weil er Technik und Optik sichtbar verbindet. Die gesamte Klasse mit ihren Stärken und Schwächen ordnet unser Vergleich der Uhrenbeweger für 2 bis 4 Uhren ein. Dort siehst du auch, wo der Rome 2 gegenüber leiseren oder günstigeren Geräten steht und welche Kompromisse jede Bauart mit sich bringt.
Alternativen im Vergleich
Suchst du dieselbe Zweier-Kapazität in eleganterem Holzgewand, ist der Modalo Ambiente MV4 die naheliegende Alternative: Massivholz mit Klavierlack statt Ausstattungsfülle, dafür wahlweise Batteriebetrieb. Wer stattdessen Stauraum und deutsche Fertigung priorisiert, findet im Designhütte München 2 LCD einen soliden Allrounder mit vier zusätzlichen Ablagefächern. Beide Wege führen zu zwei bewegten Plätzen, betonen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Reizt dich vor allem der Fingerabdruck-Zugriff, lohnt der Blick auf den Klarstein Sechser mit Fingerabdruck, der dasselbe Sicherheitsgefühl auf mehr Plätze überträgt. Wer die Ausstattung des Rome 2 nicht braucht und lieber spart, findet im Einsteigersegment schlichtere Zweier, die zwei Standardwerke ebenso zuverlässig bewegen. Alle Einzelgeräte sammelt unser Review-Hub zum direkten Abgleich.
Wichtig beim Vergleich ist, Ausstattung nicht mit Notwendigkeit zu verwechseln. Ein günstiger Beweger hält eine teure Uhr genauso aufgezogen wie ein opulenter, der Unterschied liegt in Regelbarkeit, Laufruhe und Optik. Der Rome 2 positioniert sich klar bei maximaler Ausstattung, was ihn für Feinjustierer und Ästheten spannend macht, für Minimalisten aber übertrieben wirken kann. Genau diese Ehrlichkeit prägt unsere gesamte Kaufberatung.
Fazit der Redaktion
Der Heisse & Söhne Rome 2 ist der Ausstattungs-König unserer Zweier-Klasse: acht fein abgestufte Drehzahlen, Schlafphase, Fingerscan-Schloss und Vitrinen-Beleuchtung bekommst du in dieser Preisklasse selten so gebündelt. Den Preis dafür zahlst du in Gewicht und Stellfläche, denn das schwere Hochglanz-Gehäuse will einen würdigen Platz. Wer zwei Uhren maximal flexibel versorgen und zugleich präsentieren möchte, bekommt hier viel Gerät für sein Geld. Unsere Redaktion vergibt 4,3 von 5 Punkten.